Reiterferien Ostsee

Reitferien Ostsee bieten für Kinder und Jugendliche eine Fülle neuer, einzigartiger Erfahrungen – und sorgen dafür, dass sowohl Verantwortungsgefühl wie auch Selbstbewusstsein wachsen. Außerdem genießen Kids und Teenager auf dem Rücken der Pferde ein tolles Gefühl von Freiheit und Abenteuer – und finden nicht selten unter den anderen Teilnehmern richtig gute Freunde. Und beim Reiten, Wassersport und Co. kann man sich an malerischen Ostsee-Stränden mal so richtig austoben! Gründe für einen Ferien-Abstecher auf einen Reiterhof an der See gibt es also genug.

Weshalb sind Reitferien sinnvoll?

Reiten im Allgemeinen ist ein Sport, bei dem neben Fitness und Koordinationsvermögen auch sehr viele soziale Aspekte eine Rolle spielen. Kinder, die bei Reitferien an der Ostsee den Umgang mit Pferden lernen oder ihr bereits bestehendes reiterisches Können ausbauen, lernen durch die Erfahrungen in der Arbeit mit den stolzen Tieren eine Menge über das Eingehen auf die Bedürfnisse anderer – und über den Wert von Teamarbeit.

Zielgruppen für Reiterferien Ostsee

Reiterferien eignen sich für alle Kids ab Schulkindalter. Vorher bringen die Kinder noch nicht die notwendigen koordinatorischen und motorischen Fähigkeiten für das Reiten mit – und können sich in der Regel auch noch nicht lange genug auf eine Sache konzentrieren, um eine so anspruchsvolle Sportart erlernen zu können. Generell sind es heute eher Mädchen, die die Faszination des Reitens entdecken – obwohl der Sport natürlich auch für Jungs sehr gut geeignet ist.

Mädchen mit Pferd bei den Reiteferien Ostsee

Programmpunkte bei Reiterferien Ostsee

Reiten ist natürlich nicht das Einzige, was bei Reiterferien Ostsee auf dem Programm steht. Zum einen gibt es zahlreiche Tätigkeiten rund um die Arbeit mit Pferden, die jeder angehende Nachwuchsreiter absolvieren muss. Dazu gehören beispielsweise das Ausmisten der Ställe, das sogenannte Entäppeln der Pferdekoppel oder die Reinigung und Pflege der Ausrüstung. Für viele Kinder besonders reizvoll ist zum anderen auch die Pflege der Pferde. Das beginnt beim Füttern und geht über das tägliche Bürsten und Striegeln – bis hin zum gründlichen Abreiben nach dem Training. Durch all diese Tätigkeiten werden die Schüler als wichtiger Part auf einem Reiterhof eingebunden – und schaffen täglich etwas, auf das sie stolz sein können.

Neben allen Aktivitäten rund ums Pferd bieten die meisten Reitferien auch kindgerechte Freizeitaktivitäten wie Teamsportarten oder Kreativworkshops an. Sogar Englischunterricht wird bei einigen Formen der ReitCamps geboten.

Das Reittraining

Im Reittraining selbst, das jeden Tag auf dem Ferienprogramm steht, werden Anfänger ebenso individuell gefördert wie fortgeschrittene Jungreiter. Für Einsteiger steht zu Beginn erst einmal das Longentraining auf dem Plan, bei dem das Pferd vom Trainer an einer langen Leine im Kreis herum geführt wird. Dabei erlernen die Nachwuchsreiter alle wichtigen Grundlagen dieses Sports – vom richtigen Sitzen auf dem Schulpferd über den Umgang mit den Zügeln bis hin zu den verschiedenen Arten der nonverbalen Kommunikation mit dem Reittier. Vorab sollten natürlich ausführliche Übungen zum Auf- und Absteigen und dem sicheren Halt in den Steigbügeln stehen. Auch die sogenannte Fallschule ist wichtig: Dabei lernen die Kids, wie sie sich im Fall eines Falles zu verhalten haben, um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten.

Erst, wer sicher an der Longe reiten kann, darf die nächste Stufe nehmen: das Abteilungsreiten. Dabei reiten alle Schüler hintereinander, angeführt vom Reitlehrer. Die Königsdisziplin schließlich ist das Ausreiten in Eigenregie, das jedoch nur sicheren Reitern vorbehalten ist. Beim Abteilungs- und Ausreiten können dann auch sämtlich Gangarten mit dem Pferd geübt werden.

Die Gangarten des Pferdes sind:
  • Schritt
  • Trab
  • Galopp
Klassisches Reiten vs. Westernreiten

Neben den Gangarten ist auch die Art des Reitens selbst wichtig, die auf einem Reiterhof unterrichtet wird. Dabei unterscheidet man vor allem zwei Stile: das klassische Reiten, auch englisches Reiten genannt, und das Westernreiten. Der klassische Stil ist am weitesten verbreitet und zeichnet sich durch den Einsatz massiver Sättel und schmaler Steigbügel aus. Dadurch sitzt der Schüler sehr tief im Rücken des Pferdes und lenkt es mit beiden Händen. Beim Westernreiten hingegen sind die Sättel etwas kleiner, die Steigbügel breiter – und es wird zumeist nur mit einer Hand an den Zügeln gelenkt. Schließlich müssen die Cowboys, von denen dieser Reitstil abgeschaut ist, die andere Hand ständig am Lasso haben. Aufgrund dieser Art des Lenkens eignet sich das Westernreiten bei Reiterferien Ostsee vor allem für fortgeschrittene Schüler.

Gruppenritt bei den Reitferien Ostsee

Von Kaltblüter bis Vollblüter:
Die passenden Pferderassen für Reitanfänger

Auf Reiterhöfen werden natürlich speziell ausgebildete Schulpferde eingesetzt, die auch beim aufgeregtesten Neuling ruhig und gelassen bleiben und den Kommandos der Reitlehrer prompt folgen. Weil Kaltblüter im Allgemeinen am ruhigsten sind, kommen bevorzugt Rassen aus diesem Bereich zum Einsatz. Ob ein Pferd als Kalt-, Warm- oder Vollblüter eingestuft wird, sagt vorrangig etwas über sein Temperament aus. Zu den ruhigen Kaltblüter-Rassen gehören unter anderem Isländer und Haflinger. Warmblüter sind etwas lebhafter als Kaltblüter und stellen mit mehr als 100 verschiedenen Rassen den größten Teil der Reittiere in deutschen Reitställen. Zu den geeigneten Schulpferden unter den Warmblütern zählen beispielsweise Friesen und Achal-Tekkiner.

Vollblut-Pferde hingegen werden besonders wegen ihres feurigen Temperaments geschätzt, was sie jedoch nur für erfahrene Reiter zum perfekten Partner macht. Neben den arabischen gibt es auch englische Vollblüter. Diese Pferde sind vor allem im Rennsport sehr präsent.

Pony oder Pferd?

Nicht immer muss es jedoch gleich ein „richtiges“ Pferd sein, auf dem ein Kind seine ersten Reiterfahrungen bei Reiterferien Ostsee sammelt. Auch Ponys sind oft gut geeignet, um einen Einstieg in den Sport zu finden – das gilt speziell für kleine Kinder. Als Ponys werden Kleinpferde mit einer Widerristhöhe von bis zu 1,48 Metern bezeichnet.

Die wichtigsten Punkte bei der Auswahl der Reitferien

Um für ihr Kind die optimalen Reitferien auszuwählen, sollten Eltern verschiedene Aspekte beachten. Da ist zum einen die Nähe zum Elternhaus: Gerade kleinere Kinder tun sich oft schwer damit, mehrere Tage von daheim weg zu sein – für sie sind beispielsweise Reitferien in sogenannten DayCamps gut geeignet. Ältere Schulkinder hingegen genießen oft gern mal eine Woche weitab von zuhause – beispielsweise bei Reiterferien an der See. Die Eltern sollten dabei jedoch ein gutes Gefühl haben, und deshalb empfiehlt es sich, vorab einige Infos über den infrage kommenden Reiterhof einzuholen. Wichtig ist unter anderem, dass die Kids durch erfahrene, gut ausgebildete Reitlehrer betreut werden, dass die Pferde als Schulpferde ausgebildet wurden – und dass im ReitCamp auf Anfänger wie Fortgeschrittene passend eingegangen wird. Auch das Freizeitangebot rund um das Reiten herum sollte kindgerecht und vielfältig gestaltet sein.

Pferdepflege gehört immer dazu, natürlich auch bei den Reiterferien Ostsee

Sicherheitsaspekte bei Ferien auf dem Reiterhof

Natürlich zählen auch Sicherheitsfragen zur Planung der Reitferien. So kann man beispielsweise vorab recherchieren, ob der Reitstall in der Nähe größerer Straßen liegt, die bei Ausritten überquert werden müssten. Aktiv nachfragen sollten Eltern auch, ob der Reiterhof für Anfänger spezielles Falltraining anbietet, ob Sicherheitsbekleidung in verschiedenen Kindergrößen ausleihbar ist – und welche Versicherungen der Stall hat.

Versicherungen, die der Reiterhof haben sollte:

Betriebshaftpflichtversicherung (Abdeckung von Personen-, Sach- und Umweltschäden)
Schulpferdeversicherung (dabei sollten mehrere Pferde pro Reitstunde versichert sein)
Reitlehrerversicherung (Absicherung von Unfällen durch falsche Anweisungen)

Bekleidung und Ausrüstung für die Reitferien

Beim Packen für die Reiterferien Ostsee dürfen neben bequemen, robusten Hosen auch gut sitzende Oberteile nicht fehlen, die so lang sein sollten, dass sie im Sitzen den Rücken abdecken. Auch eine speziell verstärkte Sicherheitsweste sollte für Anfänger wie Fortgeschrittene am Start sein. Diese Westen können oft in den Ställen ausgeliehen werden. Bei den Hosen muss es gerade für Anfänger nicht gleich eine echte Reithose sein – jedoch ist eine bequem sitzende Stoffhose ohne scheuernde Nähte wichtig. Jeans sind deshalb wegen ihrer dicken Nähte eher ungeeignet. Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für jeden Reiter jedoch ist der Reithelm, der für Einsteiger oft ebenfalls im Reitstall ausgeliehen werden kann.

Darüber hinaus werden für das Reiten Stiefel oder zumindest Schuhe benötigt, die über den Knöchel reichen. Keinesfalls sind Sportschuhe zu empfehlen. Und das Schuhwerk darf auch keine Schnallen, Nieten oder ähnliche Accessoires haben, die sich in den Steigbügeln verfangen könnten. Es sollte jedoch über einen kleinen Absatz und möglichst wenig Profil verfügen. Für Einsteiger reichen Gummistiefel völlig aus, auch sogenannte Chaps als Überzieher über halbhohe Schuhe oder Stiefel mit Schnallen sind eine Alternative. Wer den Sport jedoch weiter betreiben möchte, ist mit echten Reitstiefeln am besten ausgestattet. Wenn sich ein Kind entscheidet, bei dem neuen Hobby zu bleiben, sind Quellen wie eBay zur Anschaffung der Reitausrüstung in gebrauchtem Zustand empfehlenswert – das schont das Budget.

Erste Reiterfahrungen in den Reiterferien Ostsee

Anfänger benötigen bei den ersten Reiterferien folgendes Equipment:
  • Reithelm
  • Oberbekleidung mit langem Rücken (atmungsaktiv bzw. wärmend, je nach Witterung)
  • Stoffhose
  • Geeignetes Schuhwerk
Wird öfter geritten empfehlen wird folgende Ausrüstung empfohlen
  • Reithelm
  • Oberbekleidung mit langem Rücken (atmungsaktiv bzw. wärmend, je nach Witterung)
  • Reithose
  • Sicherheitsweste
  • Stiefel (auch z.B. Gummistiefel oder Schuhe mit Chaps)
  • Reithandschuhe

Die Auswahl des passenden Reithelms

Ist vor Ort kein passender Reithelm auszuleihen, sollte vor Beginn der Reitferien einer angeschafft werden – denn ohne Helm darf kein Kind aufs Pferd. Fahrradhelme eignen sich dabei überhaupt nicht, weil sie für völlig andere Unfallarten konstruiert sind, als sie beim Reiten auftreten. Ein Reithelm sollte eine extrem feste Schale mit Innenpolsterung und Ventilationssystem aufweisen – und durch eine 3- oder 4-Punktverschnallung individuell einstellbar sein, um perfekt zu sitzen. Am besten ist es, auf das CE EN 1384-Zertifikat zu achten, das für moderne Reithelme mit hoher Sicherheitsstufe steht.

Reiterferien Ostsee mit Sprachferien verknüpfen

Um die Reiterferien noch spannender zu gestalten, bietet Oskar lernt Englisch ReitCamps mit Englischunterricht an. Dort ist Englisch die Camp-Sprache – und die meisten Anweisungen und Interaktionen laufen in Englisch ab. So verbessern die Kids quasi nebenbei ihre Englischkenntnisse – und lernen gleichzeitig Reiten.

Kuscheln mit dem Pferd auf den Reitferien Ostsee

Möglichkeiten, Reitferien mit Englischlernen zu verbinden

Ein solches ReitCamp, das Reiterferien Ostsee mit einem Fremdsprachenkurs verbindet, gibt es beispielsweise auf Fischland Darß im ReitCamp Born. Wie beim Reiten, so gilt auch beim Englischlernen: Anfänger wie Fortgeschrittene sind herzlich willkommen und werden nach individuellem Bedarf betreut und gefördert.

Fazit

Wer seinem Kind ein ganz besonderes Ferienerlebnis mit großem Abenteuer- und Lernfaktor gönnen möchte, liegt mit einem ReitCamp an der Ostsee genau richtig. Bei der Arbeit mit den Pferden lernen die Kids nicht nur reiten, sondern wachsen auch in ihrer Persönlichkeit. Denn es verbessern sich nicht nur Motorik und Koordination durch die Bewegungsabläufe im Reitsport: Viele Kinder werden auch deutlich selbstbewusster, wenn sie die Welt einmal vom Rücken eines Pferdes aus erobert haben.